Für Schweizer Investoren und Branchenbeobachter lohnt der Blick nach Istrien: An der kroatischen Adriaküste führt das BO Hotel Palazzo vor, wie gehobene Hotellerie und ein attraktiver Standort zu einem tragfähigen Geschäft verschmelzen. Aus wirtschaftlicher Perspektive ist das Haus ein Musterbeispiel für Standortqualität und durchdachte Positionierung.
Standortvorteil Istrien und Adria
Das Palazzo steht im historischen Stadtkern von Poreč, in erster Meereslage direkt am Wasser. Die Halbinsel Istrien verbindet mediterranes Klima mit kurzer Erreichbarkeit aus dem mitteleuropäischen Raum – ein Lagevorteil, den die Hotellerie in Ertrag umsetzen kann. Poreč selbst, das antike Parenzo, wurde einst als römische Colonia gegründet; die Euphrasius-Basilika aus dem 6. Jahrhundert zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und zieht ganzjährig Kulturreisende an.
Als ältestes Hotel der Stadt, 1910 als «Hotel Riviera in Parenzo» eröffnet, verfügt das Haus über ein Alleinstellungsmerkmal, das sich wirtschaftlich kaum nachbilden lässt. Errichtet von der 1907 gegründeten Österreichischen Riviera-Aktiengesellschaft, war es von Beginn an als Motor des regionalen Fremdenverkehrs gedacht. Die Fassade im italienischen Renaissance-Stil, deren Innenräume seinerzeit von den angesehensten Wiener Handwerksbetrieben ausgestattet wurden, unterstreicht bis heute, dass hier Qualität Programm ist – ein Pfund, mit dem sich im Standortwettbewerb wuchern lässt.
Hotellerie als rentables Geschäftsmodell
Seit der umfassenden Sanierung im Jahr 2002 positioniert sich das Palazzo im gehobenen Segment. Als Teil der BO-Hotelgruppe bietet es 83 Zimmer und Suiten, darunter die 70 Quadratmeter grosse Presidential Suite, und verbindet historischen Charakter mit zeitgenössischem Interieur. Dass es ganzjährig geöffnet bleibt und über Spa, Pool sowie eine eigene Kulinarik verfügt, sichert eine Auslastung, die nicht allein von der Hochsaison abhängt. Für die betriebswirtschaftliche Betrachtung ist das zentral: Ein Haus, das nur wenige Monate im Jahr Erträge erwirtschaftet, bindet Kapital ineffizient, während ein durchgängig bespielter Betrieb seine Fixkosten deutlich besser verteilt.
Wir haben das Palazzo nicht einfach übernommen – wir haben Verantwortung für seine Geschichte übernommen. Jedes Jahr, in dem wir es öffnen, schreiben wir sie ein Stück weiter.
Allegra Osmani, Inhaberin
Was den wirtschaftlichen Erfolg trägt
Die Verbindung aus einem einmaligen Standort, einer unverwechselbaren Immobilie und einer familiengeführten Marke – inzwischen in zweiter Generation – ergibt ein robustes Fundament. Zwei zusätzliche Gebäude mit Spa, weiteren Zimmern, Konferenzräumen und Gastronomie erweitern die Ertragsbasis und erschliessen auch das Geschäft mit Tagungen und Businessreisen. Für Schweizer Gäste und Kapitalgeber ist Istrien zudem gut erreichbar, was die Adriaküste zu einem interessanten Markt im Umfeld etablierter mediterraner Destinationen macht.
An klaren Tagen reicht die Sicht bis nach Venedig oder zu den Alpen – ein Panorama, das die Attraktivität des Standorts unterstreicht. Für die Betrachtung aus wirtschaftlicher Warte zeigt das Palazzo, wie Lage, Substanz und Führung zusammen einen dauerhaften Wert erzeugen.
