Mittwoch, März 18

Mit dem Campus Technik Grenchen ist auf dem ehemaligen Gaswerkareal beim Südbahnhof ein Bildungsbau entstanden, der Architektur, Technik und Praxis eng miteinander verbindet. Der viergeschossige Neubau wurde von Stähelin und Partner Architektur GmbH geplant und von Bricks AG als Generalunternehmer realisiert.

Die Gebäudehülle spielt dabei eine zentrale Rolle: Grosszügige Glasflächen sorgen für Transparenz und Tageslicht, während leistungsfähige Aluminium-Systeme eine hohe Energieeffizienz und funktionale Flexibilität gewährleisten. Zum Einsatz kamen die Reynaers Systeme MasterLine 8 für Fenster und Türen sowie die Pfosten-Riegel-Fassade ConceptWall 50-TT. Auf rund 5’500 Quadratmetern Nutzfläche vereint der Campus Werkhallen, Labore, Schulungsräume, flexible Lernzonen, ein Filmstudio sowie Büroflächen für Industriepartner. Zu den Hauptnutzern gehören die Höhere Fachschule für Technik Mittelland (hftm) und Swissmechanic Solothurn.

Die räumliche Nähe von Ausbildung und Industrie schafft eine Umgebung, in der Studierende, Lernende und Fachkräfte mit denselben Technologien arbeiten, die auch in der Produktion eingesetzt werden. Dadurch entsteht ein praxisnahes Lernumfeld, das den Wissenstransfer zwischen Bildung und Wirtschaft stärkt.

 

Transparente Architektur mit klarer Struktur

Architektonisch setzt der Campus auf eine klare, funktionale Formensprache. Grossflächige Glasfassaden und präzise gefügte Aluminiumprofile gliedern den Baukörper und verleihen ihm eine leichte, offene Wirkung. Gleichzeitig sorgt die abgestimmte Kombination der Fassaden- und Fenstersysteme für eine technisch leistungsfähige Gebäudehülle.

Die Pfosten-Riegel-Fassade ConceptWall 50-TT bildet die primäre Fassadenstruktur. Sie wird durch Fenster- und Türlösungen des Systems MasterLine 8 ergänzt. Diese Systemkombination ermöglicht eine homogene Gestaltung bei gleichzeitig hohen bauphysikalischen Leistungen.

Die grossen Glasflächen maximieren den Tageslichteintrag und unterstützen eine offene Lern-atmosphäre, während die thermisch optimierten Aluminiumprofile dazu beitragen, Wärmeverluste zu minimieren.

 

MasterLine 8 – flexible Fenster- und Türlösungen

Für Fenster und Türen wurde das Aluminium-System MasterLine 8 eingesetzt. Es bietet eine hohe Wärmedämmung sowie vielfältige architektonische Gestaltungsoptionen und eignet sich besonders für Gebäude mit hohen Anforderungen an Energieeffizienz und Nutzungsflexibilität.

Das System ermöglicht grosszügige Öffnungen und Flügelhöhen bis zu drei Metern. Dadurch können transparente Fassadenkonzepte realisiert werden, ohne die konstruktive Stabilität zu beeinträchtigen. Gleichzeitig erlaubt die Systemplattform unterschiedliche Designlinien und Profilvarianten, wodurch sich Fenster und Türen präzise in das architektonische Erscheinungsbild integrieren lassen.

Neben der thermischen Leistung unterstützt das System auch funktionale Anforderungen öffentlicher Gebäude, etwa durch barrierefreie Schwellenlösungen, integrierbare Sicherheitskomponenten und robuste Konstruktionen für stark frequentierte Bereiche.

 

ConceptWall 50-TT – leistungsfähige Pfosten-Riegel-Fassade

Die grossflächigen Fassaden des Campus wurden mit dem Pfosten-Riegel-System ConceptWall 50-TT realisiert. Das System verbindet eine schlanke Profilansicht mit hoher Tragfähigkeit und ermöglicht grossformatige Verglasungen. Die thermisch getrennte Konstruktion sorgt für eine gute Wärmedämmung und trägt zur Energieeffizienz der Gebäudehülle bei. Gleichzeitig bietet das System hohe Stabilität bei Windlasten sowie zuverlässige Dichtheit gegenüber Schlagregen.

Dank der modularen Systemarchitektur konnten unterschiedliche Fassadentypen innerhalb eines einheitlichen Konstruktionsprinzips umgesetzt werden. Für die Architekten bedeutete dies eine hohe Planungsfreiheit bei gleichzeitig klar definierten technischen Schnittstellen.

 

Nachhaltigkeit und Lernumgebung

Das Gebäude wurde konsequent auf Energieeffizienz und Nutzungsqualität ausgerichtet. Die grossen Glasflächen reduzieren den Bedarf an künstlicher Beleuchtung und schaffen helle, offene Lernräume. Gleichzeitig unterstützt die leistungsfähige Gebäudehülle einen wirtschaftlichen Betrieb.

Der Campus dient jedoch nicht nur als Ausbildungsstätte, sondern auch als Demonstrationsobjekt moderner Gebäudetechnik. Teile der technischen Infrastruktur – etwa Mess- und Analyseinstrumente – werden im Unterricht eingesetzt. Dadurch können Studierende reale Gebäudedaten auswerten und Zusammenhänge zwischen Planung, Bauphysik und Energieverbrauch unmittelbar nachvollziehen.

 

Präzise Planung und regionale Umsetzung

Die Planung des Campus erfolgte interdisziplinär und digital gestützt. Architekten, Fachplaner und ausführende Unternehmen arbeiteten eng zusammen, um die technischen Anforderungen frühzeitig zu koordinieren.

Die Fassaden- und Fenstersysteme wurden von regionalen Metallbaubetrieben verarbeitet und montiert. Dabei spielte die präzise Systemtechnik eine wichtige Rolle, da sie eine effiziente Fertigung und Montage ermöglicht und gleichzeitig eine hohe Ausführungsqualität unterstützt.

 

Architektur mit regionaler Bedeutung

Der Campus Technik Grenchen ist mehr als ein Bildungsgebäude. Er fungiert als Schnittstelle zwischen Ausbildung, Industrie und Innovation und stärkt damit die technische Fachkräfteentwicklung in der Region Solothurn.

Die Kombination aus transparenter Architektur, leistungsfähiger Gebäudehülle und praxisorientierter Nutzung macht das Projekt zu einem Beispiel dafür, wie Bildungsbauten heute geplant werden: offen, technisch präzise und auf langfristige Nachhaltigkeit ausgerichtet.

 

Bautafel

Projektname Campus Technik CCTW, Grenchen

Adresse Brühlstrasse 1, 2540 Grenchen

Bauherrschaft: private Investoren

Generalunternehmer Bricks AG, Muri b. Bern

Architekt Stähelin Partner Architekten AG, architektur gmbh

Ingenieurbüro Lüdi & Partner AG, Biel

Metallverarbeiter Charles Sauter AG, Lyss

Verwendete Produkte Reynaers MasterLine 8, ConceptWall 50-TT

 

Über Reynaers Aluminium

Als Teil der Reynaers-Gruppe ist Reynaers Aluminium ein führender Spezialist für die Entwicklung und Vermarktung innovativer und nachhaltiger Architekturlösungen aus Aluminium. Dazu gehört eine breite Palette von Fenster- und Türsystemen, Vorhangfassaden, Schiebesystemen und Wintergärten. Neben dem umfangreichen Angebot an Standardlösungen entwickelt Reynaers individuelle Lösungen, die auf den einzelnen Kunden oder das Projekt zugeschnitten sind.

Reynaers Aluminium wurde 1965 gegründet, beschäftigt über 2’650 Mitarbeitende in mehr als 40 Ländern weltweit und exportiert in mehr als 70 Länder auf 5 Kontinenten.

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