Dienstag, Mai 26

Im symbolträchtigen Rom enthüllt Ferrari das mit grosser Spannung erwartete neue Modell Luce. Es ist dies der Beginn eines historischen, neuen Kapitels für die Marke aus Maranello. Dieses Fahrzeug ist nicht nur der erste reine Elektro-Sportwagen des legendären Herstellers, sondern auch der allererste Ferrari, der mit vier Türen und grosszügigen fünf Sitzplätzen ausgestattet ist. Der Luce verkörpert die faszinierende Vision eines „Ferrari 360°“, der die unvergleichliche Performance, puristisches Design und luxuriöse Vielseitigkeit für eine noch tiefere Bindung zwischen Fahrer und Automobil in sich vereint.

Radikale Formensprache

Für die Gestaltung ging Ferrari unkonventionelle Wege und betraute das Kreativkollektiv LoveFrom unter der Leitung von Sir Jony Ive und Marc Newson mit dem Projekt.

Das beispiellos reine „Glass House“ ist das charakteristischste optische Merkmal des Luce, dessen kompromisslose, muschelartige Form sich fliessend bis zu den Extremen des Fahrzeugs erstreckt. Schwebende aerodynamische Flügel an Front und Heck ermöglichen und unterstreichen diese unverfälschte, einfache Silhouette auf harmonische Weise. Um dieses extreme Mass an Innovation zu manifestieren, rollt das Fahrzeug auf speziell angefertigten Rädern, die mit 23 Zoll an der Vorderachse und 24 Zoll an der Hinterachse die grössten Durchmesser aufweisen, die jemals für ein Serienmodell von Ferrari entwickelt wurden.

Elektrisierende Kraft und pure Leistung

Aus technologischer Sicht basiert der Ferrari Luce auf einer massgeschneiderten Plattform und bezieht seine brachiale Kraft aus vier Elektromotoren – einem für jedes einzelne Rad. Dieser elektrische Allradantrieb, eine absolute Premiere für die Marke, entfaltet zusammen mit dem fortschrittlichen Torque Vectoring ein völlig neues Niveau an Präzision und Agilität. Die brachiale Leistung ist atemberaubend: Eine gewaltige Gesamtleistung von 1050 cv katapultiert den Sportwagen im Launch Control Modus in gerade einmal 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die 200-km/h-Marke wird in beachtlichen 6,8 Sekunden durchbrochen, während der Vortrieb erst jenseits einer Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h endet. Für eine alltagstaugliche Reichweite von über 530 Kilometern sorgt dabei eine eigens in Maranello konstruierte 122-kWh-Hochvoltbatterie, die als strukturelles Element tief in das Chassis integriert ist und so den Schwerpunkt massiv absenkt.

Die akustische Seele

Ein Ferrari ohne Emotionen und akustische Präsenz ist schlichtweg unvorstellbar. Daher setzt Maranello beim Klang des Luce konsequent auf ein patentiertes System, das vollkommen authentisch ist und künstliche Töne strikt ablehnt. Ein Präzisionsbeschleunigungsmesser im Zentrum der Achse erfasst die tatsächlichen Vibrationen und mechanischen Texturen der rotierenden Bauteile.

Dieses Signal wird gefiltert und ähnlich wie bei einer E-Gitarre verstärkt, um einen lebendigen, organischen Klang zu kreieren, der rein aus der physikalischen Kraft der Maschine entspringt.

So beweist der Luce eindrucksvoll, dass die Elektrifizierung die emotionalen Grenzen des automobilen Luxussegments nicht einschränkt, sondern sie im Gegenteil völlig neu definiert.

 

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